|

My new gloves – I forgot the black ones in the taxi to the hotel.
私の新しい手袋。それまでの黒い手袋をタクシーで忘れてしまいました。
Bei -8 Grad Außentemperatur ist es eigentlich kaum möglich, die Handschuhe zu vergessen – außer man lässt sie wie ich auf der Fahrt von Dongzhimen (Endhaltestelle Airport Express) zum Hotel im Taxi liegen. Auf der Suche nach neuen, dezent gestalteten Handwärmern stieß ich auf zwei Exemplare mit geschmackvollem Design, die mich jetzt mindestens noch 2 Tage begleiten werden (bis dahin habe ich sie wohl so lieb gewonnen, dass sie auch mit nach Japan dürfen). Dank der Handschuhe gibts nun auch ein paar Bilder aus Peking.

My hotel lies close to a renovated Hutong. The Authorities probably have recognized the value of old chinese architecture – at least the economic value.
ホテルは改装されたフートングの近くであります。北京市の当局の責任者は中国の伝統的な建築の大事さを分かっていったかも-少なくても、経済のための大事さ。
Mein Hotel liegt im Fu Er Hutong, das wiederum unmittelbar an die Nanluogu grenzt – eine Straße, in der die traditionellen Häuser aufwendig umgebaut wurden und nun Bars und Geschäfte beherbergen. Nicht nur die etwas höheren Preise verraten, dass das Ganze ursprünglich für Ausländer geschaffen wurde: Da sich diese trotz fehlender sanitärer Einrichtungen und extremer Temperaturen in den bei den Einheimischen als ärmlich geltenden alten Gassen ein Zuhause suchen, lag die Folgerung nahe, dass sie in solchen Gegenden auch gerne shoppen würden. Die Einstellung zu den Hutongs hat sich aber inzwischen wohl auch bei vielen Chinesen geändert – ob dazu die mittelmäßigen zeitgenössischen Bauten manch europäischer Büros beitrugen, sei dahingestellt.


„Advanced“ use of old architecture: Shopping Street close to Tiananmen Square. Underneath: déjà vue?
中国や欧の伝統的な建築の形をコピーすると、北京の天安門広場の近くであるショッピング・道路が建てられました。
Alte Bauformen = gutes Geschäft. Aber muss man dazu unbedingt Hutongs umbauen? Südlich des Tiananmen-Platzes (*) gibt es eine Alternative: die Hutongs wurden abgerissen; dafür wurden Neubauten errichtet, die nicht nur "traditionelle" chinesische Elemente, sondern auch gleich noch europäische mit aufnehmen. Herausgekommen ist eine künstliche Shoppingstraße à la Ingolstadt Village. Die Rechnung scheint aufzugehen: viele bekannte westliche Marken, denen ein umgebautes Hutong wohl doch zu wenig repräsentativ war, haben sich hier eine Dependance gegönnt. Aber nicht nur die Chinesen richten sich nach den westlichen Vorlieben, sondern auch die Westler nach den chinesischen. Oder zeigen die beiden Bilder oben etwa nicht zwei bekannte Marken nach der Sinoisierung?

Links ein Bild zum Träumen, rechts die traurige Wahrheit. Neunzig Prozent aller Bauten der Kommunistischen Partei sehen aus wie Kanzlerämter für Arme. Schon allein um den gewachsenen Ansprüchen der Chinesen an die Architektur gerecht zu werden, sollte die Abrissbirne großzügig eingesetzt werden. Und dann kann gleich noch laut darüber nachgedacht werden, ob es nur die Architektur ist, die nicht mehr zu China passt.
(*) Als ich den genauen Namen dieses Gebiets herausfinden wollte, wurde meine Verbindung unterbrochen, und mein Text war futsch. Tiananmen, also Platz des himmlischen Friedens, kann man in China nicht ungestraft googlen...
|